Mittwoch, 2. April 2014

Willkommen im Frühling

Hey meine Lieben,

ich habe lange nichts von mir hören lassen. Es gab viele Gründe - gute wie schlechte. 
Zu den guten Gründen zählt zum Beispiel mein Geburtstag Ende März und die damit verbundenen Feiern - eine Kaffeerunde mit meinen Mädels, eine Party mit meinen anderen Freunden und eine Feier mit meiner engsten Familie. Dafür musste viel vorbereitet werden - und auch nachbereitet (putzen, aufräumen, etc.). Insgesamt hat es mich doch viel Zeit gekostet und es war auch etwas anstrengend. Denkt ihr auch, wenn ihr Gäste habt, es könnten nicht alle gut versorgt sein? Macht ihr euch auch so viele Gedanken darum, ob sich jeder wohl fühlt? Ich mache das die gesamte Zeit und kann somit das Ereignis an sich gar nicht richtig genießen bzw. vergesse ich gar den Anlass: meinen Geburtstag und dass es um MICH gehen sollte. Trotzdem habe ich mich natürlich gefreut, meine Lieben zu sehen und ich geb's zu: ich bekomme auch gern Geschenke. ;) 
Zu den schlechten Gründen meiner Abwesenheit hier auf meinem und auf euren Blogs zählt die Tatsache, dass es mir einfach nicht besonders gut geht zurzeit. Privat läuft alles super, beruflich leider nicht. Und das kann einen ganz schön herunterziehen. Ich habe lange überlegt, ob ich euch das überhaupt verrate, bin jedoch zu dem Schluss gekommen, dass ich mich nicht dafür schämen will, dass ich nicht die Superkarriere mache und dass ich vermutlich auch nicht die einzige mit Jobproblemen bin. Ich hab viel - sehr, sehr viel - nachgedacht über Karriere und Studium und ob es überhaupt richtig war zu studieren oder ob ich nicht lieber was "Richtiges" in einer Ausbildung hätte lernen sollen oder zumindest nichts Geisteswissenschaftliches studieren sollen, womit man wenig Geld und schlechte (Aufstiegs-)Chancen hat. Das Dumme ist nur: ich kann nichts anderes. Ich kenne mich mit Literatur und der deutschen Sprache aus und das sehr gut. Aber Karriere kann man damit nicht machen. Zumindest nicht, wenn man nicht etwa acht Praktika, fünf Auslandsaufenthalte, drei Volontariate und überhaupt mehrere Jahre Berufserfahrung vorweisen kann. (Etwas übertrieben ausgedrückt, aber nur etwas.) Ja, es macht mich wütend, dass man es als Geisteswissenschaftler (oder genauer gesagt als Germanistin) so schwer hat. Und es lässt mich auch langsam verzweifeln. 
Bevor ich wieder mehr Kraft in die sogenannte 'Karriere' stecke, möchte ich lieber wieder mehr Zeit für das aufbringen, was ich gerne tue oder was ich gern machen würde. Ich habe so viele (kreative) Ideen im Kopf und vielleicht ist jetzt die Zeit, sie umzusetzen.

Ich hoffe, euch, meinen Lesern, geht es gut und ihr genießt die Sonne und den Duft der blühenden Blumen und Bäume!

Alles Liebe!
Eure Diana :*




Kommentare:

  1. Na das kenn ich doch nur zu gut mit den Gästen. Allerdings hat sich bei mir mittlerweile schon gebessert. Heißt aber auch, dass ich Gäste, die so eine rundum Betudelei auch erwarten und ich sie entsprechend auch geben möchte, nicht mehr einlade. Wenn ich schon jemanden einlade, dann möchte ich ja auch was von der Gesellschaft haben und zwar nicht nur Stress.
    Das Ganze ist bei meinen Bekannten und Freundesrunden nun ganz zwanglos geworden. Ich weiß ja wann die Kollegen eintrudeln und meist ist bis dahin entweder schon alles fertig oder so vorbereitet, dass man gemeinsam das Essen fertig stellen kann. Heißt, wer kommt, darf gerne mithelfen und das wird auch gemacht. Da lässt sich keiner rund um die Uhr betüdeln oder gibt mir das Gefühl, dass ich das müsste.

    (Was ich mir da letztens erstanden habe über die Amazon Warehouse Deals ist übrigens ein kleiner Elektrogrill. Den dürfen die Gäste auch selbst bedienen. :D Aber das zeig ich vielleicht dann noch in einem separaten Blogbeitrag.)

    Naja... das mit der Karriere ist wirklich nicht so einfach. Manchmal ist es wie man es macht falsch. Mit dem Studiengängen bin ich ja nicht zurecht gekommen. Die Ausbildung war in Ordnung und nun hab ich eine Stelle, die mich aber eigentlich vom eigentlichen Arbeitsgebiet entfernt. Sollte ich jemals nochmal die Stelle wechseln wollen, dann werde ich da Schwierigkeiten bekommen. Aber es ist im Moment ok und ich hoffe darauf, dass 2017 ein ordentlicherer Vertrag gemacht wird, als diese blöden Befristungen jetzt.
    Aber grundsätzlich waren es die falschen Studiengänge und die falsche Ausbildung. Ich wollte eigentlich in einer anderen Richtung unterwegs sein. Nichts mit IT, nichts mit Technik. Aber dafür haben mir 1. die Vorraussetzungen gefehlt (Ich wage mich mit nur einem einzigen Jahr Biologie und 3 Jahre Chemie nicht an ein Bionik Studium) und 2. wurde dieses Ziel, das ich damals hatte auch von anderer Seite torpediert.
    Nun gut. Das wird mir noch eine ganze Weile noch nachhängen. Wahrscheinlich bis zum Lebensende. Aber ändern kann ich es nun mal nicht mehr. Insofern muss ich eben zufrieden sein mit dem was gerade los ist. Immerhin hab ich einen Job und das ist ja auch was wert, auch wenn das Gebiet nicht passt und die Tätigkeit auch nicht.

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    1. Liebe Martha,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!
      Das ist ein gute Idee, wie du das mit deinen Gästen machst. Ich muss ja zugeben, dass meine Gäste gern mithelfen. Also das ist gar nicht so das Problem. Ich mache mir nur selbst (innerlich) so einen Stress. :/ Gut, das Hin- und Hergerenne zwischen Küche und Wohnzimmer, wo es Kaffee & Kuchen etc. gibt, stresst mich auch äußerlich: Zucker vergessen...nochmal in die Küche...wir haben gar keinen Tortenheber...zurück in die Küche...wer will noch Kaffee...wieder in die Küche...alles abräumen...ab in die Küche! Vielleicht sollten wir doch lieber dort essen, jedoch ist es mit vielen Gästen etwas eng in unserer Küche. ;)

      Tja, manchmal weiß ich einfach nicht, ob ich alles richtig mache, was die Karriere betrifft. Welcher Weg ist nur der richtige? Ich denke schon, dass ich das weiß und trotzdem ist es schwierig, ihn zu gehen.
      Ja, siehst du, wenn man erst einmal was anderes gemacht hat, als in der Ausbildung, kann es wirklich schwer werden, später wieder in den ursprünglichen Bereich zu wechseln. Obwohl man doch trotzdem das Wissen aus seiner Ausbildung hat! Wäre natürlich super, wenn es dir in deinem jetzigen Job so gut gefällt, dass du dort bleiben möchtest und du dann auch einen unbefristeten Vertrag bekommst! Das mit den Befristungen ist echt blöd, da hast du recht, weil man sein Leben nicht längerfristig planen kann, jedoch sind solche Verträge heute eben üblich. :/
      Ich muss jetzt erst mal googlen, was Bionik ist. :D Ärger dich nicht. Sei froh über deinen Job und mach das Beste daraus. Ich denke, dass deine Kollegen nett sind, ist etwas, worüber man sich auch freuen kann. Das ist einfach auch wichtig, dass es im Team stimmt.

      LG und bis bald <3

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  2. Liebe Diana! Das tut mir sehr leid und ich bewundere Dich für Deinen Mut hierüber zu schreiben. Eine meiner liebsten Arbeitskolleginnen hat etwas sehr ähnliches wie Du studiert und sie ist bei uns die Leiterin der Unternehmenskommunikation, was sie sehr begeistert. Nur weiß ich nicht, ob das für Dich ebenfalls in Frage kommt oder ob Du bereits in diesem Bereich tätig bist ... Gedanken über den Beruf sind mir auch nur zu vertraut, nicht nur deswegen habe ich auch schon unglaublich viel ausprobiert und auch mehrere Ausbildungen. Mein jetziger Beruf gefällt mir, vor allem auch wegen dem Umfeld und der Internationalität - aber wenn ich nicht zusätzlich noch intensiv an meinem Blog arbeiten würde, dann wäre ich vermutlich auch nicht so zufrieden wie ich jetzt bin. Aber insgesamt finde ich es nicht immer einfach, mit seinem Beruf zufrieden zu sein. Interessanterweise stellen das viele Menschen gar nicht in Frage, sondern sie jammern entweder oder nehmen die Situation so hin wie sie ist. Da finde ich es, wie Du Dich mit Deiner Situation auseinandersetzt wesentlich zielführender und ehrlicher! Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass auch Du letztendlich das machen kannst, worin Du gut bist und was Dich glücklich macht ... aber vielleicht gilt ja auch hier mitunter, dass der Weg das Ziel ist.

    Ja, das mit den Gästen, das kenne ich, ich schaue auch sehr, dass es allen gut geht und dass ist natürlich mit viel Arbeit verbunden!

    Nachträglich von Herzen alles Liebe und Gute zu Deinem Geburtstag <3

    Deine Rena

    www.dressedwithsoul.blogspot.de

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    1. Liebe Rena,

      auch dir vielen Dank für deine ausführliche Antwort! <3
      Ich bin ja froh, dass der Post doch gut ankommt - auch wenn's jetzt nicht so viele Kommentare gibt. Aber schon von einer einzigen Person zu hören, dass man mutig ist, baut schon auf. Ich bereue es auch nicht, dass ich über das Thema Karriere(probleme) geschrieben habe, denn ich denke schon, dass es vielen Menschen so geht. Aber wir leben eben in einer Leistungsgesellschaft und es dreht sich nur um Erfolg und Geld. Wenn man nicht sagen kann: ich hab einen suuuuper Job!, fühlt man sich gleich schlecht. Oder ich fühle mich zumindest so. :/
      Ich fand es auch irgendwie beruhigend zu lesen, dass du auch viel probiert hast, ehe du dort angekommen bist, wo du jetzt bist. Vielleicht ist das mein Denkfehler: dass ich meine, ich müsse einen ganz geraden Weg gehen. Wahrscheinlich hast du recht damit, dass der Weg das Ziel ist! Das ist sehr aufbauend. Ich finde es ganz toll, dass dir dein jetziger Beruf gefällt. Das freut mich ehrlich für dich. :) Vielleicht sollte ich mehr daran glauben, dass es mir auch eines Tages so gehen wird und ich die Kraft habe, meinen Weg zu gehen. Ich bin ja auch noch relativ jung, mache mir nur oft solch einen (Zeit-)Druck.

      Herzlichen Dank für deine nachträglichen Glückwünsche! <3

      Einen schönen Abend noch! :)
      Diana

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  3. Alos zuallererst: Herzlichen Glückwunsch nachträglich!
    Ich kenne das mit sich selbst Stressen, wenn besuch ansteht auch sehr gut. Irgendwie will man einfach, dass alles perfekt ist und ich finde je mehr Menschen anwesend sind umso schwieriger wird es weil man allen gerecht werden will. Ich glaube es ist ganz gut sich in so einer Situation auch mal zu hinterfragen sonst steigert man sich da zu sehr hinein. Und letztendlich muss ja auch nicht immer alles perfekt sein!

    Es tut mir sehr leid für dich, dass du mit deiner beruflichen Situation derzeit so unglücklich bist. Ich hoffe für dich, dass sich das noch zum besseren ändern wird. Lass dich davon nicht unterkriegen! :)

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    1. Danke für die Glückwünsche und für die aufmunternden Worte! :)
      Ja, jedes Wort stimmt...man ist zu perfektionistisch und will allen gerecht werden, dabei muss man ja gar nicht perfekt sein. Wer verlangt das schon? Das verlangt man immer nur von sich selbst.

      Ich denke, es wird sich beruflich schon noch was verändern, nur geht das nicht von einem Tag auf den anderen. Aber wie Rena oben schon schrieb: Der Weg ist das Ziel.

      LG :)

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    2. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen.
      Ich denke gerade wenn es um berufliche Dinge geht kann sich innerhalb von kurzer Zeit viel verändern. Manchmal ergeben sich einfach Chancen von denen man nie geahnt hätte. :)

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    3. Wäre schön, wenn sich sowas einfach mal ergeben würde. :/ Naja, man muss einfach dran bleiben. Ich werde euch sagen, wenn sich was verändert. :) Danke für deine lieben Worte!

      LG <3

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